Stadt Nürnberg

NBD-T v2 im Schwibach-Tenant

NBD-T V2 Anleitung

Diese Anleitung beschreibt die Durchführung des Nürnberger Berufliche Schulen Deutsch Tests in der webbasierten NBD-T v2 Lösung.

Stand: 26.06.2026 · Projekt: NBDT-v2-Schwibach-Tenant · Tenant: schwibach.net

1. Ziel und Einsatz

Der NBD-T v2 ist ein diagnostisches Instrument zur Einschätzung sprachlicher Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen. Er unterstützt Lehrkräfte dabei, sprachliche Stärken und mögliche Förderbedarfe früh sichtbar zu machen.

Die Ergebnisse sind nicht als Note gedacht. Sie dienen als pädagogische Orientierung für Unterrichtsplanung, Beratung, gezielte Förderung und schulinterne Abstimmung. Besonders hilfreich ist der Test zu Beginn eines Bildungsgangs oder vor einer geplanten Förderphase.

2. Systemüberblick

Die aktuelle Lösung läuft als Static Website im Schwibach-Tenant. Die Testoberfläche wird über die NBD-T-Seite aufgerufen. Nach dem Abschicken werden die Antworten automatisch an den Auswertungsworkflow übergeben.

1

Website: Die Schülerin oder der Schüler bearbeitet den NBD-T im Browser und sendet den Test am Ende ab.

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Serverless Proxy: Die Website übergibt die Ergebnisdaten über /api/submit-result an den konfigurierten Power-Automate-Endpoint.

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Power Automate: Der Flow parst die Daten, schreibt die Ergebnisse in die SharePoint-Liste und startet die Dokumenterstellung.

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Azure Function: Die Function verarbeitet die iSpring-Antwortdaten und liefert strukturierte Werte für Ergebnisdokument und Auswertung.

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SharePoint, Word, PDF, E-Mail: Die Word-Vorlage wird befüllt, als PDF gespeichert und per E-Mail an die vorgesehene Adresse verschickt.

3. Testaufbau

Der Test kombiniert mehrere Aufgabentypen, damit nicht nur eine einzelne Teilfähigkeit erfasst wird. Die Bereiche bilden gemeinsam ein Bild der allgemeinen und berufsbezogenen Deutschkompetenz.

Warm-up

Kurze Einstiegsaufgabe zum Ankommen im Testsystem. Dieser Teil wird nicht bewertet.

Diagrammanalyse

Die Lernenden arbeiten mit diskontinuierlichen Texten, verstehen Operatoren, lesen Diagramme und formulieren Deutungen.

C-Test

Ein Lückentest mit 63 Items erfasst allgemeine Deutschkompetenz, Wortschatz, Formenbildung und Satzstrukturen.

E-Mail-Reihenfolge

Textbausteine werden in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Der Bereich prüft Textkohärenz und Aufbauverständnis.

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Informationen, verstehen Zusammenhänge und unterscheiden Fakten, Meinungen und Bewertungen.

Register und Gesetzestext

Eine rechtlich geprägte Formulierung wird in verständliche Sprache übertragen. Das zeigt Umgang mit Registerwechseln.

Leseflüssigkeit

Am Ende folgt eine kurze, zeitgebundene Aufgabe. Sie kann nicht wiederholt werden und sollte besonders ruhig angekündigt werden.

4. Vorbereitung

  1. Zeit einplanen: Für die Durchführung sollte eine Doppelstunde reserviert werden. Die reine Bearbeitungszeit liegt meist bei etwa 60 Minuten.
  2. Technik prüfen: Jede teilnehmende Person benötigt ein eigenes Endgerät mit aktuellem Browser und stabiler Internetverbindung.
  3. Teilnahme klären: Die Teilnahme sollte transparent angekündigt werden. Ergebnisse dienen der Förderdiagnostik und nicht der Notengebung.
  4. Testlinks vorbereiten: Links sollten erst kurz vor der Durchführung bereitgestellt und nicht dauerhaft weitergegeben werden.
  5. Ruhige Testumgebung sichern: Der Test sollte beaufsichtigt stattfinden. Zusätzliche Hilfsmittel, Screenshots oder Fotos der Aufgaben sind nicht vorgesehen.

Einsatz mit einer ganzen Klasse vorbereiten

Für eine Klassentestung empfiehlt es sich, die Testlinks gesammelt über den Testgenerator zu erstellen. Die Lehrkraft trägt dort die eigene E-Mail-Adresse, die Organisation und die Rufnamen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein. Für jeden Rufnamen wird ein eigener Testlink erzeugt und an die angegebene E-Mail-Adresse geschickt.

  1. Namensliste vorbereiten: Vor dem Unterricht eine Liste der Rufnamen bereitlegen. Fantasienamen oder Kürzel sind möglich, wenn die Zuordnung zur Klasse intern klar bleibt.
  2. Testlinks erzeugen: Im Testgenerator alle Namen eintragen und die Links an die eigene E-Mail-Adresse senden lassen.
  3. Links verteilen: Die Links erst zu Beginn der Testung austeilen, zum Beispiel über eine vorbereitete Tabelle, ein Lernmanagementsystem oder einzeln kopierte Links.
  4. Zuordnung sichern: Festhalten, welcher Link zu welcher Person gehört. Ein Link sollte nicht von mehreren Personen verwendet werden.
  5. Zeitfenster planen: Eine Doppelstunde ist sinnvoll. Vor dem Start sollten 5 bis 10 Minuten für Erklärung, Linkausgabe und technische Rückfragen eingeplant werden.
  6. Ergebnisse erwarten: Nach dem Abschicken werden die Auswertungen automatisch erstellt und per E-Mail zugestellt. Je nach Klassengröße kann die Zustellung zeitversetzt erfolgen.
Praktisch bewährt: Die Links erst dann öffnen lassen, wenn alle bereit sind. So starten die Schülerinnen und Schüler annähernd gleichzeitig und Rückfragen lassen sich gebündelt klären.
Falls Lesetexte aus organisatorischen Gründen ausgedruckt werden, sollten diese nach dem Test wieder eingesammelt werden.

5. Durchführung mit der Website

Die Schülerinnen und Schüler öffnen den bereitgestellten Link zur NBD-T-Seite. Die Website führt Schritt für Schritt durch die Aufgaben. Innerhalb des Tests können Aufgaben grundsätzlich bearbeitet, übersprungen und wieder aufgerufen werden. Die abschließende Leseflüssigkeitsaufgabe ist zeitgebunden und kann nicht wiederholt werden.

Ablauf im Klassenraum

  1. Alle Geräte einschalten lassen und Browser öffnen.
  2. Testlinks verteilen und prüfen, dass jede Person ihren eigenen Link verwendet.
  3. Kurz erklären, dass der Test nicht benotet wird und der Einschätzung des Sprachstands dient.
  4. Während der Bearbeitung nur technische oder organisatorische Fragen beantworten, keine inhaltlichen Lösungshinweise geben.
  5. Am Ende darauf achten, dass alle Teilnehmenden den Test wirklich abschicken.

Hinweise für die Ansage vor dem Start

  • Der Test ist kein benoteter Leistungsnachweis.
  • Es geht darum, passende Unterstützung im Deutschbereich planen zu können.
  • Nicht alle Aufgaben müssen vollständig richtig gelöst werden.
  • Wenn eine Aufgabe schwerfällt, kann sie zunächst übersprungen werden.
  • Am Ende muss der Test bewusst abgeschickt werden, damit die Auswertung starten kann.

Wenn etwas nicht funktioniert

Bei technischen Problemen sollte zuerst geprüft werden, ob der Browser aktuell ist, die Internetverbindung besteht und der Link vollständig kopiert wurde. Wenn ein Test bereits abgeschickt wurde, sollte derselbe Link nicht erneut für eine zweite Person verwendet werden.

6. Automatisierte Auswertung und Ergebnisdokument

Nach dem Abschicken verarbeitet die Lösung die Ergebnisse automatisch. Der Power-Automate-Flow übernimmt die Daten aus der Website, bereitet sie auf, schreibt sie in die SharePoint-Liste und erstellt aus der Word-Vorlage ein Ergebnisdokument.

Das Ergebnisdokument wird als PDF abgelegt und per E-Mail verschickt. Die PDF-Auswertung enthaelt die zentralen Kompetenzbereiche und die daraus abgeleiteten Hinweise. Zahlenwerte werden ohne Komma dargestellt, damit die Darstellung in Ergebnisliste und Dokument konsistent bleibt.

Erfasste Ergebnisbereiche

  • Allgemeine Deutschkompetenz
  • Umgang mit Diagrammen, inklusive Operatoren und Diagrammlesen
  • Textkohärenz
  • Leseverstehen, inklusive Informationslokalisierung, Textverstehen sowie Bewertung und Reflexion
  • Leseflüssigkeit

7. Ergebnisse pädagogisch interpretieren

Die Ergebnisse sollen konkrete Gespräche und Entscheidungen erleichtern. Sinnvoll ist der Blick auf Muster: Wo zeigen sich klare Stärken? Wo sind mehrere Teilbereiche auffaellig? Passt das Ergebnis zu Unterrichtsbeobachtungen?

Eine niedrige Punktzahl in einem Bereich bedeutet nicht automatisch, dass eine Schülerin oder ein Schüler generell förderbedürftig ist. Sie zeigt zunächst, in welchem Aufgabenformat oder Kompetenzbereich genauer hingeschaut werden sollte.

Mögliche Anschlussentscheidungen

  • gezielte Förderangebote für Lesen, Wortschatz, Grammatik oder Textstruktur planen
  • berufssprachliche Aufgaben stärker vorentlasten
  • Lesestrategien und Operatoren im Fachunterricht sichtbar machen
  • Ergebnisse in Beratung, Klassenkonferenz oder Förderplanung einbeziehen
  • nach einer Förderphase erneut testen, um Entwicklung sichtbar zu machen

8. Umgang mit Daten und Testmaterial

Die Lösung verarbeitet Testdaten im Schwibach-Tenant und legt Auswertungen in der vorgesehenen SharePoint-Struktur ab. Zugriff auf Listen, Vorlagen, Word-Dateien und PDFs sollte nur den Personen erteilt werden, die diese Daten für Durchführung, Auswertung oder Administration benötigen.

  • Testlinks nicht öffentlich teilen.
  • Ergebnis-PDFs nicht unverschlüsselt an unbeteiligte Personen weiterleiten.
  • Testaufgaben nicht fotografieren, kopieren oder in anderen Systemen veröffentlichen.
  • Nicht mehr benötigte lokale Kopien von Ergebnisdateien löschen.